Die zehn häufigsten Fehler bei der Immobilien-Finanzierung

Veröffentlicht auf von Schmid

Wer träumt nicht vom eigenen Häuschen im Grünen? Endlich kein Vermieter mehr, dem man monatlich sein hart erarbeitetes Geld auf Nimmer-Wiedersehen in den Rachen wirft!

Stattdessen endlich die Freiheit, die Wände in seinen Lieblingsfarben zu streichen, so viele Haustiere zu halten wie man will und ohne Rücksicht auf die Hausgemeinschaft laute Musik zu hören.


Aber Vorsicht! Wäre Immobilien-Finanzierung so leicht, dann hätte jeder ein Haus! Es gibt viele Fettnäpfchen, in die man treten kann.


Beispiel: Wenig Eigenkapital.


Wer sich Eigentum kauft, sollte mindestens 20 Prozent Eigenkapital mitbringen – sei es Bargeld oder ein Bausparguthaben.


Lesen Sie hier weitere häufige Fehler bei der Immobilien-Finanzierung:

Kreditbedarf falsch berechnet

Der Kaufpreis ist nicht alles! Hinzu kommen Notar und Grundbucheintrag (zusammen 1,5 Prozent des Kaufpreises), Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent) und gegebenenfalls ein Makler (ca. 5 Prozent). Mehrkosten insgesamt: etwa 10 Prozent!

 

Nominal- und Effektivzins verwechselt

Nur der Effektivzins ist aussagekräftig! Wer sich 100 Euro leiht und einen Effektivzins von 4 Prozent hat, zahlt im Jahr 4 Euro Zinsen!

 

Eigenleistung überschätzt

Seien Sie bei der Planung nicht zu optimistisch! Krankheiten, Zeitmangel und überschätzte Fähigkeiten können den Bau schnell verzögern – und ihn dadurch teurer machen (längere Mietzeit in der alten Wohnung, Bereitstellungszinsen für Kredit etc.)!

 

Zu hohe Monatsbelastung
Maximal 40 Prozent des monatlichen Nettolohns sollten Hauskäufer für Zins/Tilgung einplanen.

Zu niedrige Tilgung

Ein Prozent Tilgung ist in der Regel zu wenig. Besser sind zwei oder drei Prozent. Sonst dauert die Rückzahlung zu lange – und die Immobilie wird immer teurer. Spätestens bei Renteneintritt sollte der Kredit abbezahlt sein.

 

Nebenkosten vergessen

Sie interessieren sich zum Beispiel für ein nicht saniertes 150-Quadratmeter-Haus von 1970? Wer das auf modernen Standard bringen will, muss zum Kaufpreis im Schnitt noch 47 000 Euro hinzurechnen (Dämmung, neue Heizung, Wärmeschutzfenster). Daher: Wer eine gebrauchte Immobilie kauft, sollte sich vorher gründlich über den Sanierungsbedarf informieren. Hilfe gibt es bei Grundeigentümer-Vereinen (z. B. haus-und-grund.com).

 

Versteckte Kosten nicht beachtet

Einige Banken verlangen zusätzliche Gebühren – zum Beispiel Schätzkosten für die Immobilie. Auch bei den Bereitstellungszinsen sind große Unterschiede möglich. Daher den Berater explizit nach Zusatzgebühren fragen.

 

Laufende Kosten unterschätzt

Die Nebenkosten als Eigentümer liegen etwa 20 Prozent über denen eines Mieters – da zum Beispiel Rücklagen, die im Wohngeld enthalten sind, nicht auf Mieter umgelegt werden können. Außerdem muss man als Eigentümer mit unvorhersehbaren Reparaturen rechnen – von einer neuen Heizung bis zum neuen Dach.

 

Zu geringe Reserven

Nie den letzten Cent in die Immobilie stecken! Schließlich kann auch das Auto oder die Waschmaschine einmal streiken. Faustregel: Mindestens drei Monatsgehälter als Reserve haben - zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto mit täglicher Verfügbarkeit.

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Veröffentlicht in Geld & Karriere

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