Immobilien zum Schnäppchenpreis?
Jedes Jahr kommen immer mehr Immobilien unter den Hammer. Eine Entwicklung, die sich bereits vor der aktuellen weltweiten Hypothekenkrise abzeichnete. Die Fakten: 2007 wurden knapp 92.000 Häuser, Wohnungen, Gewerbeobjekte und Grundstücke an den deutschen Amtsgerichten zwangsversteigert – häufig weit unter dem Wert. Immonet.de gibt Tipps, wie Sie durch frühzeitiges und vor allem aktives Handeln den Schritt in das Versteigerungsverfahren abwenden können und was Sie als Käufer beachten sollten.
Das vertraute Zuhause aufgeben
In den Strudel einer Zwangsversteigerung kann man schnell geraten. Übermäßiger Konsum, überschwänglicher Lebenswandel, aber auch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Scheidung – und das Eigenheim kann nicht mehr abbezahlt werden, die Bank beantragt das Verfahren zur Zwangsversteigerung. Mit der Sorge, die Immobilie zu verlieren, geht oft die Angst vor dem sozialen Abstieg einher: Man wird öffentlich angeprangert und jeder kann sehen, dass man pleite ist. Wer allerdings rechtzeitig die „Notbremse“ zieht und aktiv handelt, der kann im Idealfall eine drohende Zwangsversteigerung abwenden.
Schuldner sollten rechtzeitig und richtig handeln
Nachdem Immobilien häufig deutlich unter Wert versteigert werden, sollte der Schuldner rechtzeitig versuchen, auf dem freien Markt einen Käufer zu suchen – denn dort wird er in der Regel einen besseren Preis erzielen als bei einer Zwangsversteigerung. Experten wissen: das frühzeitige Handeln ist entscheidend. Hilfreich kann hier das Schalten einer Immobilienanzeige (beispielsweise in einem großen Immobilienportale wie www.immonet.de) oder der Einsatz eines Maklerbüros sein, welches auch über das Internet eine große potenzielle Käuferschicht erreicht. Das Eigenheim weit unter Wert zu verkaufen oder sogar zu „verschleudern“ muss also nicht sein! Das Timing und die Eigenmotivation sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren.
Schnäppchen für Kenner
Zwangsversteigerte Objekte können unter Umständen zum Schnäppchenpreis erworben werden. Die Möglichkeiten sind derzeit gut, denn seit einigen Jahren steigt die Zahl der Zwangsversteigerungen stetig und einem großen Angebot steht eine vergleichsweise verhaltene Nachfrage gegenüber. Außerdem gehen die meisten Objekte zwischen zehn und 30 Prozent unter dem geschätzten Verkehrswert an ihre neuen Besitzer – so kommen echte Schnäppchen unter den Hammer!
Mitbieten kann dabei jeder! Ob Privatmann, Makler, Kreditinstitut, Investor oder Bauträger. Man muss bei einer Zwangsversteigerung zwar kein Profi sein, aber wer auch wirklich ein Schnäppchen machen möchte, der sollte sich dennoch umfassend informieren.
Wichtig ist der Blick in den Grundbuchauszug, der in der Versteigerungsakte beim zuständigen Gericht enthalten ist. Daraus geht hervor, ob die Nutzung uneingeschränkt möglich ist, oder ob andere Lasten, etwa lebenslanges Wohnrecht, übernommen werden müssen.
Zudem liegt bei Gericht das Verkehrswertgutachten des Gutachters aus: Hier kann man sich über das Kaufobjekt, beispielsweise Grundstücksgröße, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Grundbucheintragungen, Belastungen, Grundriss und Verkehrswert informieren.