Die neuen Navis finden sogar einen freien Parkplatz
Die nächste Generation von Navigationsgeräten kann über das Handynetz aktuelle Infos aus dem Internet laden. Über die Datenverbindung bekommen die Navis Verkehrsmeldungen, Wetter und Blitzer-Standorte gesendet – auch freie Parkhäuser und günstige Tankstellen werden angezeigt.
Medion stellte am Rand der Computermesse Cebit sein erstes „Connected Navi“ vor. Das GoPal P4635 soll im Sommer auf den Markt kommen und 350 Euro kosten. Darin sind die Mobilfunkkosten für ein Jahr enthalten, so der Hersteller.
Über das Handynetz empfängt das GoPal P4635 zum Beispiel Treibstoffpreise und kennt so immer die günstigste Tankstelle. Auch freie Parkhaus-Plätze in der Umgebung kann das Netz-Navi anzeigen – inklusiv Preis. Stauwarnungen sollen viel genauer als bisher sein. Dazu werden die Bewegungen von Handys ausgewertet, die eingeschaltet in Autos mitfahren („Floating-Phone-Data“).
Den neuen Datendienst bieten Tomtom und Medion an, andere Hersteller wie Navigon wollen in Kürze nachziehen. Schon zu haben: Das Tomtom Go 740 Live für 350 Euro und das Go 940 Live für knapp 500 Euro.
Für die Datenverbindung haben die beiden Tomtom-Geräte eine fest eingebaute Sim-Karte und einen kleinen Mobilfunksender an Bord (wie ein Handy). Tomtom bietet den mobilen Datendienst für 9,95 Euro im Monat als Flatrate an. Mehr Kosten soll der Mobilfunk-Dienst nicht verursachen. Gefunkt wird mit einfacher Geschwindigkeit über das Vodafone-Netz.
Telefonieren und Internetseiten anschauen kann man über diese Verbindung allerdings nicht – und beim Herausnehmen der Sim-Karte gehen das Gerät oder die Karte kaputt. Damit will der Hersteller verhindern, dass man die Handykarte zum Telefonieren oder Internet-Surfen missbraucht – und sich auf Kosten des Navi-Herstellers eine günstige Handy-Flatrate erschleicht.