Die häufigsten Hundeallergien und was man dagegen tun kann

Veröffentlicht auf von Schmid

Wenn Ihr Hund sich ständig kratzt und beißt, leidet er wahrscheinlich unter einer Allergie. Auch Tiere können Überreaktionen gegen harmlose Alltagsdinge ausbilden – sogar gegen Fressnapf und Spielzeug.

Bestimmte Rassen sind anfälliger für Allergien, z. B. Dalmatiner, Jack Russell-Terrier, Deutscher Schäferhund, Irischer Setter, West Highland White Terrier, Golden- und Labrador-Retriever. Ob aber Hausstaubmilben und Schimmelpilze, die das ganze Jahr über vorkommen, oder Baum- und Blütenpollen – die Reaktion der Tiere verläuft immer gleich:


Das Immunsystem bildet Antikörper gegen vermeintliche Eindringlinge und reagiert mit heftigen Abwehrreaktionen.


Symptome: Die Haut schuppt, wird rot und juckt. Der Hund kratzt und beißt sich, verletzt sich dabei, die Stellen können sich entzünden. Einige Hunde reagieren mit Magen-Darm-Problemen.


Will man herausfinden, ob der Hund eine Allergie hat, gibt es zwei Möglichkeiten: Den Bluttest oder einen Hauttest – für den das Tier aber unter Narkose geschoren wird!


Schwieriger ist die Futtermittelallergie. Dr. Barbara Hellwig, Tierärztliche Klinik für Kleintiere in Frankfurt (Main): „Hier hilft nur eine systematische Futtergabe, bei der sich nach und nach herausstellt, gegen was das Tier allergisch ist. Es gibt keinen Bluttest, der dies herausfinden kann.“


Dr. Hellwig erklärt, gegen was Hunde Allergien entwickeln können, und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt:

Pollen, Hausstaubmilbe, Schimmelpilze
Vermeidung: Gehen Sie spazieren, wo bestimmte Pollen nicht verbreitet sind, bürsten Sie das Fell gründlich aus. Entfernen Sie Teppiche und ähnliches, wo sich Milben oft einnisten. Hypersensibilisierung: Der Hund bekommt kleine Dosen des Allergens verabreicht, so dass seine Abwehrreaktion schwächer wird. Medikamente: Antihistamine können die Symptome lindern. Auch Kortison kann helfen – allerdings nicht bei chronischen Fällen, denn die Nebenwirkungen sind sonst zu stark. Cyclosporin A wirkt wie Kortison, hat aber keine Nebenwirkungen. Nachteil: Es ist teuer.

Flohallergie
Hat ein Hund eine Flohallergie, genügt ein Biss, um einen schlimmen Hautausschlag auszulösen. Vermeidung: Den Hund konsequent gegen Flöhe behandeln, so dass es erst gar nicht zu Bissen kommt. Medikamente: Mittel gegen Flöhe gibt es in der Form von Shampoos, Tropfen, Puder oder Halsbändern.

Futtermittelallergie
Tiere mit einer Futtermittelallergie reagieren auf bestimmte Eiweiße im Futter allergisch. Therapie: Geben Sie dem Hund hypoallergenes Futter (tierärztliches Nahrungsmittel, das garantiert keine allergieauslösenden Substanzen enthält). Dazu geben Sie einzelne Zutaten (z. B. Rind- oder Schweinefleisch). So kann man die Allergene entlarven, wenn der Hund Beschwerden wie Ausschlag oder Durchfall zeigt. Bei manchen Allergikern ist das Problem schon mit exotischeren Fleischsorten gelöst, z. B. Strauß, Pferd oder Lamm.

Kontaktallergie

Theoretisch können alle Oberflächen und Materialien Allergien auslösen – auch Spielzeug oder Fressnapf. Allerdings treten Kontaktallergien äußerst selten auf. Therapie: Eine Kontaktallergie wird ähnlich wie eine Pollen- oder Hausstauballergie behandelt.

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Veröffentlicht in Haustiere

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