Die fünf größten Fehler der Bankberater
Etwa 30 Milliarden Euro Schaden entstehen den Deutschen jährlich durch unzureichende oder schlechte Beratung von Bankmitarbeitern. Das zeigt eine von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Auftrag gegebene Studie.
Wir zeigen die fünf schlimmsten Fehler von Finanzberatern – und was Sie als Kunde dagegen tun können.
Beispiel: Der Berater empfiehlt nur Produkte der eigenen Bank.
Hier sollten Kunden hellhörig werden. Zwar ist dies bei Sparbüchern oder beim Tagesgeld noch vertretbar. Aber besonders, wenn es um Fonds-Anlagen geht, sollte der Berater auch fremde Fondsgesellschaften im Angebot haben.
Wer sich als Verbraucher schützen will, kann sich beim Bankberater-Bewertungsportal unter whofinance.de einen Vordruck für ein Beratungsprotokoll downloaden. Das Protokoll wird im Gespräch mit dem Berater ausgefüllt und im Anschluss von beiden Parteien unterzeichnet.
Lesen Sie hier vier weitere Fehler von Bankberatern:
Der Berater informiert nicht über Risiken der Geldanlage.
Tipp: Fragen Sie explizit, welches Verlustrisiko besteht und nehmen Sie die Aussage ins Protokoll auf (siehe Punkt 4).
Verschweigen von Kosten: Es bleibt unklar, was die Bank am Produkt verdient.
Beispiel: Wer eine Lebensversicherung abschließt, erfährt in der Regel nicht, wie hoch die Provision ist.
Tipp: Fragen Sie bei jedem Angebot gezielt nach!
Druck bei der Unterschrift.
Tipp: Schlafen Sie über jede Entscheidung noch eine Nacht.
Der Bankmitarbeiter fertigt kein Beratungsprotokoll an.
Kundenwünsche und Versprechungen werden somit nicht festgehalten. Dies ist wichtig für den Fall, dass es später zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen Bank und Kunde kommt.
Tipp: Fertigen Sie selbst ein Protokoll an – und lassen es vom Berater unterschreiben.